Diese KostĂŒme: Gold funkelnde Westen auf schweiĂglĂ€nzender Brust, TĂŒcher in Regenbogen-Optik, dazu knallrote Leggins. Dieser Sound: Ein stampfender Disco-Beat, kreischende Stimmen, der Refrain eingĂ€ngig. “Boogie Wonderland” war 1979 ein riesiger Hit fĂŒr die Gruppe Earth, Wind & Fire. Der Song gilt heute als ikonisch fĂŒr die Disco-Ăra der 1970er Jahre und wird immer wieder gecovert.
“Ich bin so heiĂ wie ein Vulkan”, scheint die Flasche des Highland Park Fire zu sagen
Ikonisch ist das Stichwort, denn auch der neue Highland Park Fire macht optisch viel her: Eine knallrote Flasche umschlossen von einem schwarzen Gestell, dass an einen Ascheberg erinnert. Zweifellos ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Zum GlĂŒck ist der Korken noch drauf, sonst wĂŒrde der Whisky wie heiĂe Lava in den Raum explodieren…
Nun gibt es zwar noch keine Highland Park Earth Edition oder Wind Edition, so unwahrscheinlich wĂ€re es aber gar nicht. SchlieĂlich hat die Destillerie von der rauen schottischen Insel Orkney mit der Highland Park Ice Edition schon gut vorgelegt. 17 Jahre reifte der im Ex-Bourbon-Fass und konnte im Tasting ĂŒberzeugen: Zitronenpfeffer, Bitterorange, Sahne und Salbei schmeckten wir aus dem Single Malt unter anderem heraus.
ZunĂ€chst soll es aber bei Eis und Feuer bleiben. GemÀà AnkĂŒndigung bildet die Highland Park Fire Edition das Ende der zweiteiligen Serie. Wer beide besitzt, hat also schon eine vollstĂ€ndige Serie.
Der Highland Park Fire reifte in Ex-PortweinfÀssern
FĂŒr heiĂe Aromen soll eine 15-jĂ€hrige Reifung in ehemaligen PortweinfĂ€ssern sorgen. Das ist durchaus bemerkenswert: Die meisten Whiskys kriegen Zeit ihres Lebens nur Ex-Bourbon- und Ex-Sherry-Casks zu sehen. Die Verwendung von Ex-PortweinfĂ€ssern ist hingegen eher selten. Der markante Geschmack des Ports ist nicht gerade leicht mit dem des Whiskys zu vermĂ€hlen, schnell entsteht ein Ăbergewicht und der Malt schmeckt nur noch nach dem Vinho do Porto. Dennoch gibt es einige Beispiele fĂŒr gute Whiskys mit Port-Finish wie z.B. den Ardmore 12 Jahre Portwood oder den Glenmorangie Quinta Ruban.
Bei Highland Park hat man sich nicht mit einem Finish zufrieden gegeben, nein der “Fire” durfte gleich 15 Jahre in den Portwein-Casks reifen. Ein mutiges Experiment, welches nun den Weg in die schicke Flasche findet. Die limierte Edition mit immerhin 28.000 Flaschen wird ohne KĂ€ltefiltrierung und ohne Farbstoff mit erhöhten 45,2 Prozent Alkohol abgefĂŒllt.
Unser Tasting des Highland Park Fire Edition 15 Jahre
Wie riecht er?
Der Highland Park Fire findet seinen Groove mit sĂŒĂlichen Noten von Honig, Vanille, Karamell und auch roten Beeren wie Kirschmarmelade, Cassis und Himbeeren. Die Aromen von Schokolade, nussigem Eichenholz sowie Kardamom und Zimt tanzen einen wĂŒrzigen Beat im Nosing-Glas. Der Duft ist zudem leicht mineralisch. TrockenfrĂŒchte wie Aprikosen und Pflaumen könnten vom Port herrĂŒhren. In jedem Fall sorgt der portugiesische SĂŒĂwein fĂŒr einen fast sirupartigen Geruch, der WĂŒrze und SĂŒĂe in sich vereint.
Wie schmeckt er?
Kommt es jetzt zum Vulkanausbruch? In jedem Fall stampft der Wikinger von Orkney krĂ€ftig auf. Kohlige, mineralische und torfig-rauchige Noten machen ordentlich Dampf. Ein Whisky wie ein Disco-Beat! Fruchtige und sĂŒĂe Aromen blitzen wie bunte KostĂŒme aus der Dunkelheit auf. Wir schmecken Schokoladenpudding und gebackene Pflaumen sowie Vanille. DarĂŒber hinaus rote Beeren wie Himbeeren und Cassis. Im Abgang treten die sĂŒĂen Noten zurĂŒck, der Highland Park schmeckt nun leicht pfeffrig und feurig, geht dann in Eichenholz und Rauch seinen gelungenen Abschluss.
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Letzte Aktualisierung am 23.01.2021 um 22:06 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API