Die Herstellung von Whisky hat auf der Hebriden-Insel Jura bereits seit dem Jahr 1810 Tradition. Tatsächlich gab es im 20. Jahrhundert jedoch lange keine Destillerie mehr auf der Insel, die nur einen „Steinwurf“ von Islay entfernt ist. Erst im Jahr 1963 wurde nach fünfjähriger Bauzeit die Destillerie Isle of Jura fertiggestellt. Im Gegensatz zu den großen Namen auf Islay, setzt man beim Mälzen der Gerste kaum Torf ein. Zuletzt haben wir bereits den Jura 16 Jahre verkostet und wagen uns nun mit dem Jura Superstition an einen Whisky ohne Age-Statement der Brennerei. Im Gegensatz zu den meisten Whiskys von Jura, soll dieser sogar leicht torfige Aromen aufweisen.

Neues Aroma: Jura Whisky mit Rauch & Torf

Der Jura Superstition (übersetzt: Aberglaube), geschmückt mit einem ägyptischen Henkelkreuz (Anch), soll in eine neue – nämlich rauchige Geschmacksrichtung gehen. Der Jura Superstition ist nach Angaben der Destillerie leicht getorft, welches dem Whisky eine feine Rauchnote sowie einen würzigen Geschmack verleihen soll. Abgefüllt wird der leicht-rauchige Jura als No-Age-Statement und wird hälftig aus Fässer mit getorften und ungetorften Whisky geblendet.

Wir sind zwar nicht abergläubisch, glauben aber ganz fest daran, dass wir jetzt auf jeden Fall ein Dram des mit 43% abgefüllten Insel-Whiskys probieren sollten.

Unser Tasting des Jura Superstition Whisky

Wie riecht er?

Der Geruch des Jura Superstition ist im ersten Moment eher jung und alkoholisch. Das verwundert nicht unbedingt. Da es sich um einen NAS-Whisky handelt, werden wohl überwiegend jüngere Whiskys darin abgefüllt werden. Wer sich hieran aber nicht aufhält, entdeckt auch schnell erdige und rauchige Aromen in diesem Jura-Whisky. Weiterhin riechen wir Minze, Marzipan, Lebkuchengewürz sowie Pottasche. Der Duft von Schokolade, spritzigem Salz sowie kohligem Eichenholz rundet ab. Fruchtig wird es hingegen mit Birnen, getrocknetem Apfel sowie kandiertem Ingwer.

Wie schmeckt er?

Im Vergleich zum ersten Geruch ist der Jura Superstition etwas milder im Mund. Im ersten Moment süßlich, dann zunehmend mit mehr würzigen, rauchigen und torfigen Aromen. Wir schmecken Waldhonig, salzigen Lakritz, kandierten Ingwer und verkohltes Holz. Im Hintergrund warten Tropenfrüchte wie Mango und Ananas, aber auch Birnen auf ihren Einsatz. Im spannenden würzig-süßen Abgang schmecken wir auch Schokolade, Kakao und schönen Rauch.

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Jura Superstition im Whisky-Test
Gestaltung & Story80
Geruch80
Geschmack86
Preis-Leistung86
83
Vorzüglich
Fazit
Es mag Aberglaube sein oder nicht, der Jura Whisky überzeugt uns leicht getorft im Tasting. Dabei ist der Jura Superstition unkompliziert zu trinken und eignet sich so auch für den Einstieg hin zu rauchigen Whiskys. Der Superstition von der Isle of Jura ist sicherlich kein Wunder-Whisky, Preis und Qualität stehen hier aber in einem guten Verhältnis.

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